LGD-4033 kaufen – Ligandrol für Zellkultur & Forschung
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Ligandrol, in der Fachliteratur als LGD-4033 geführt, ist ein nichtsteroidaler selektiver Androgenrezeptor-Modulator mit der CAS-Nummer 1165910-22-4. Wer Ligandrol (LGD-4033) kaufen möchte, findet auf dieser Seite die Strukturdaten, die veröffentlichten Studienbefunde, den regulatorischen Status und die Nachweissituation dieser Substanz – belegt und mit Quellenangabe.
Auf einen Blick
- Substanzklasse: nichtsteroidaler SARM
- Kernstruktur: Pyrrolidinyl-Benzonitril
- CAS-Nummer: 1165910-22-4
- Summenformel: C14H12F6N2O, molare Masse 338,3 g/mol
- Entwicklungscodes: LGD-4033, VK5211
- Eliminationshalbwertszeit: 24 bis 36 Stunden
- Zulassung: keine, für keinerlei medizinische Anwendung
- Dopingstatus: auf der Verbotsliste der WADA
- Lagerung der Handelsformate: Raumtemperatur, trocken, lichtgeschützt
- Abgabe: ausschließlich als Referenzmaterial für Laborzwecke
Was ist LGD-4033?
LGD-4033 ist ein selektiver Androgenrezeptor-Modulator, kurz SARM. Die Verbindung trägt neben der Bezeichnung Ligandrol den Entwicklungscode VK5211. Chemisch handelt es sich um einen nichtsteroidalen SARM mit einer Pyrrolidinyl-Benzonitril-Kernstruktur. Sie ist für keine medizinische Anwendung zugelassen und stand Stand 2023 als lizenziertes Arzneimittel nicht zur Verfügung.
Der Begriff Ligandrol ist dabei keine offizielle Wirkstoffbezeichnung, sondern die Bezeichnung, unter der die Substanz außerhalb der klinischen Entwicklung zirkuliert. In Studienpublikationen findet sich durchgängig das Kürzel LGD-4033.
Chemische Kenndaten und Identifikatoren
| Parameter | Wert |
|---|---|
| CAS-Nummer | 1165910-22-4 |
| Summenformel | C14H12F6N2O |
| Molare Masse | 338,3 g/mol |
| Chemische Bezeichnung | 4-[(2R)-2-[(1R)-2,2,2-Trifluor-1-hydroxyethyl]pyrrolidin-1-yl]-2-(trifluormethyl)benzonitril |
| Substanzklasse | nichtsteroidaler SARM |
| Kernstruktur | Pyrrolidinyl-Benzonitril |
| Entwicklungscodes | LGD-4033, VK5211 |
| Katalogreinheit des Analysenstandards | typischerweise ab 98 Prozent |
| Lagerung der Handelsformate | Raumtemperatur, trocken, lichtgeschützt |
| Langzeitlagerung des reinen Analysenstandards | Katalogangabe minus 20 Grad Celsius |
| Erscheinungsbild | kristalliner Feststoff |
Die Summenformel zeigt zwei Trifluormethyl- beziehungsweise Trifluorethyl-Einheiten: Sechs Fluoratome auf vierzehn Kohlenstoffatome sind für ein Molekül dieser Größe ein hoher Anteil. Fluorsubstitution wird in der Wirkstoffchemie eingesetzt, um Positionen gegen oxidativen Abbau abzuschirmen, und sie erklärt einen Teil der langen Verweildauer dieser Verbindung.
Wer die Substanz entwickelt hat
LGD-4033 wurde von Ligand Pharmaceuticals entwickelt. Die weitere Entwicklung liegt bei Viking Therapeutics, wo die Verbindung unter dem Code VK5211 geführt wird. Die Substanz stammt damit aus einem regulären pharmazeutischen Entwicklungsprogramm und nicht aus der Nahrungsergänzungsbranche – ein Punkt, der in der Diskussion um SARMs regelmäßig durcheinandergerät.
Was die veröffentlichten Studien gemessen haben
Zu LGD-4033 existieren publizierte klinische Daten aus zwei Entwicklungsphasen. Beide beschreiben Untersuchungen an definierten Studienkollektiven und sind keine Aussage über eine Anwendung außerhalb dieses Rahmens.
Die Phase-1-Untersuchung von Basaria und Mitarbeitern aus dem Jahr 2013 schloss 76 gesunde junge Männer ein und lief über 21 Tage. Erfasst wurden Sicherheit, Pharmakokinetik und Effekte der Verbindung. Am oberen Ende des untersuchten Dosisbereichs stieg die fettfreie Körpermasse innerhalb von drei Wochen um 1,2 Kilogramm.
Eine Phase-2-Untersuchung an 108 Patientinnen und Patienten nach Hüftfraktur, davon 83 Frauen und 25 Männer bei einem Durchschnittsalter von 77 Jahren, lief über zwölf Wochen. Die placebokorrigierte Zunahme der fettfreien Masse bewegte sich dosisabhängig zwischen 4,8 und 9,1 Prozent. Die Verbindung wurde als gut verträglich beschrieben, bei gleichzeitiger Verbesserung funktioneller Leistungsparameter.
Dieses Studienkollektiv – überwiegend Frauen im achten Lebensjahrzehnt nach einem Knochenbruch – ist ausdrücklich zu beachten, bevor Zahlen aus dieser Untersuchung auf andere Gruppen übertragen werden. Eine solche Übertragung nimmt diese Seite nicht vor.
Welche Laborparameter sich in der Phase-1-Studie verändert haben
Der aufschlussreichste Teil der Phase-1-Daten betrifft nicht die Muskelmasse, sondern die Hormon- und Lipidwerte. Die Untersuchung unterschied klar zwischen Parametern, die dosisabhängig sanken, und solchen, die unbeeinflusst blieben.
| dosisabhängig gesenkt | unbeeinflusst |
|---|---|
| Gesamttestosteron | LH |
| freies Testosteron | Gesamtcholesterin |
| FSH | LDL-Cholesterin |
| SHBG | PSA |
| HDL-Cholesterin | |
| Datengrundlage: Phase-1-Untersuchung an 76 gesunden jungen Männern über 21 Tage (Basaria u. a., 2013) | |
Bemerkenswert ist die Kombination aus gesenktem Gesamttestosteron und gesenktem FSH bei unverändertem LH. Ebenso bemerkenswert ist der Abfall des HDL-Cholesterins bei unverändertem Gesamt- und LDL-Cholesterin: Eine reine Gesamtcholesterinbestimmung hätte diese Verschiebung nicht sichtbar gemacht.
Halbwertszeit und Nachweisfenster
Für LGD-4033 wird eine Eliminationshalbwertszeit von 24 bis 36 Stunden angegeben. Das ist für eine Substanz dieser Molekülgröße ein hoher Wert und hat eine direkte Konsequenz für die Dopinganalytik.
| Halbwertszeit 24 Stunden | Halbwertszeit 36 Stunden | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tag 1 |
|
50 % |
|
63 % | ||||
| Tag 2 |
|
25 % |
|
39,7 % | ||||
| Tag 3 |
|
12,5 % |
|
25 % | ||||
| Tag 4 |
|
6,3 % |
|
15,7 % | ||||
| Tag 5 |
|
3,1 % |
|
9,9 % | ||||
| Tag 6 |
|
1,6 % |
|
6,3 % | ||||
| Tag 7 |
|
0,8 % |
|
3,9 % | ||||
| Rechnerische Restmenge nach einfacher Elimination erster Ordnung, abgeleitet aus der berichteten Halbwertszeit. Keine Messdaten. | ||||||||
Die Werte in der Tabelle sind rechnerisch aus der berichteten Halbwertszeit abgeleitet und beschreiben den theoretischen Verlauf einer einfachen Elimination erster Ordnung. Sie zeigen, worauf es in der Analytik ankommt: Nach einer Woche liegt die rechnerische Restmenge im Bereich weniger Prozent, und moderne massenspektrometrische Verfahren arbeiten weit unterhalb dieser Schwelle. Die Substanz bleibt deshalb erheblich länger nachweisbar, als die Halbwertszeit allein vermuten lässt.
Regulatorischer Status
LGD-4033 ist für keine medizinische Anwendung zugelassen und war Stand 2023 nicht als lizenziertes Arzneimittel verfügbar. Es handelt sich also nicht um ein verschreibungspflichtiges Medikament, sondern um eine Substanz ohne jeden Zulassungsstatus.
Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA versandte am 23. Oktober 2017 Warnschreiben an die Unternehmen Infantry Labs und Panther Sports Nutrition. Der Vorwurf lautete, LGD-4033 fälschlich als Nahrungsergänzungsmittel statt als Arzneimittel ausgezeichnet zu haben. Die Einordnung der Behörde ist damit eindeutig dokumentiert.
Dopingstatus und dokumentierte Fälle
LGD-4033 steht auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur. Positive Befunde bei Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern sind mehrfach öffentlich dokumentiert.
| Jahr | Person | Sportart |
|---|---|---|
| 2017 | Joakim Noah | Basketball, NBA |
| 2019 | Shayna Jack | Schwimmen |
| 2020 | Nicolás Jarry | Tennis |
| 2024 | Tristan Thompson | Basketball, NBA |
Die Spanne von 2017 bis 2024 zeigt, dass es sich nicht um Einzelfälle aus einer abgeschlossenen Episode handelt. Wer in einem dopingkontrollierten Umfeld tätig ist, sollte die Kombination aus Verbotslistung und langer Nachweisbarkeit kennen.
Was SARMs von anabolen Steroiden unterscheidet
| Merkmal | LGD-4033 | Anabole Steroide |
|---|---|---|
| Grundgerüst | nichtsteroidal, Pyrrolidinyl-Benzonitril | Steroidgerüst aus vier Ringen |
| Zielstruktur | Androgenrezeptor | Androgenrezeptor |
| Aromatisierung zu Estrogenen | strukturell nicht möglich | je nach Verbindung möglich |
| Zulassungsstatus | keiner | teils zugelassene Arzneimittel |
| WADA-Verbotsliste | gelistet | gelistet |
Der entscheidende strukturelle Unterschied liegt im Grundgerüst. Weil LGD-4033 kein Steroidgerüst besitzt, fehlt der Substanz die chemische Voraussetzung für eine Umwandlung in Estrogene durch das Enzym Aromatase. Das ist eine Strukturaussage und keine Aussage über Verträglichkeit.
Bekannte unerwünschte Wirkungen
In der Literatur beschrieben sind Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, ungünstige Veränderungen der Blutfette, gesenktes Testosteron sowie erhöhte Leberenzymwerte und Lebertoxizität.
Bei der Leber ist eine Unterscheidung wichtig, die häufig verwischt wird: In den bislang durchgeführten klinischen Studien wurden erhöhte Leberenzymwerte für LGD-4033 nicht berichtet. Veröffentlicht sind jedoch mehrere Fallberichte über Lebertoxizität im Zusammenhang mit nichtmedizinischer Anwendung. Beide Aussagen stehen nebeneinander und widersprechen sich nicht – sie beschreiben unterschiedliche Anwendungsszenarien und unterschiedliche Datenqualität.
Produkte und Formate in dieser Kategorie
Geführt werden drei Formate: Novus Labs LGD-4033, Endogenic LGD-4033 mit 20 mg pro ml auf 30 ml als Mundtropfen sowie Pro Nutrition LGD-4033 mit 10 mg in 60 Tabletten. Die Angaben beziehen sich auf den deklarierten Gehalt je Packungseinheit.
Für die analytische Arbeit ist die Formatwahl nicht gleichgültig. Eine Flüssigformulierung bringt ein Lösungsmittelsystem mit, dessen Zusammensetzung die Chromatographie beeinflusst; eine Tablettenformulierung enthält Hilfsstoffe, die vor einer Messung abgetrennt werden müssen. Zu jeder Charge kann das Analysenzertifikat angefordert werden.
Lagerung und Handhabung
Hier kursiert ein verbreitetes Missverständnis, das sich leicht auflösen lässt. SARMs müssen weder gekühlt noch tiefgefroren werden. Die Handelsformate dieser Kategorie – Tabletten und Tropfen – werden bei Raumtemperatur gelagert, trocken, lichtgeschützt und im verschlossenen Originalbehälter. Ein Kühlschrank ist dafür nicht nur unnötig, sondern eher schädlich: Beim Herausnehmen schlägt sich Kondenswasser auf dem kalten Behälter nieder, und Feuchtigkeit ist bei Feststoffformulierungen der relevantere Störfaktor als Wärme.
Die in Chemikalienkatalogen zu findende Angabe von minus 20 Grad Celsius bezieht sich auf etwas anderes: auf den reinen kristallinen Analysenstandard bei mehrjähriger Aufbewahrung im Labor. Sie ist keine Vorgabe für ein fertig formuliertes Handelsprodukt und lässt sich nicht darauf übertragen.
Fluorierte Aromaten wie LGD-4033 sind gegenüber Hydrolyse vergleichsweise robust. Was der Substanz eher zusetzt, sind direkte Sonneneinstrahlung, dauerhaft hohe Temperaturen und offene Behälter. Für Flüssigformate gilt zusätzlich, dass das Lösungsmittelsystem über die Zeit verdunsten kann, wodurch sich die Konzentration verschiebt – ein dicht schließender Verschluss ist hier der wichtigste Punkt.
Bezug und Versand
Der Versand erfolgt nach Deutschland und in die weiteren Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die aufgedruckte Chargennummer verweist auf das passende Prüfdokument im Archiv.
Häufige Fragen zu Ligandrol und LGD-4033
Sind Ligandrol und LGD-4033 dasselbe?
Ja. LGD-4033 ist die Bezeichnung aus der Entwicklung und der Fachliteratur, Ligandrol die außerhalb davon gebräuchliche Bezeichnung. Ein dritter Code für dieselbe Verbindung ist VK5211.
Wofür steht die Abkürzung SARM?
Für selektiver Androgenrezeptor-Modulator. LGD-4033 gehört zu den nichtsteroidalen Vertretern dieser Gruppe und besitzt eine Pyrrolidinyl-Benzonitril-Kernstruktur.
Wer hat LGD-4033 entwickelt?
Ligand Pharmaceuticals. Die Weiterentwicklung erfolgt durch Viking Therapeutics unter dem Code VK5211.
Ist LGD-4033 als Arzneimittel zugelassen?
Nein. Die Verbindung ist für keine medizinische Anwendung zugelassen und stand Stand 2023 nicht als lizenziertes Arzneimittel zur Verfügung.
Muss LGD-4033 gekühlt gelagert werden?
Nein. Tabletten und Tropfen werden bei Raumtemperatur trocken und lichtgeschützt aufbewahrt. Die Katalogangabe von minus 20 Grad Celsius betrifft ausschließlich den reinen Analysenstandard im Labor.
Wie lang ist die Halbwertszeit?
Angegeben werden 24 bis 36 Stunden. Die tatsächliche Nachweisbarkeit in Dopingkontrollen reicht deutlich über diesen Zeitraum hinaus, weil analytische Verfahren sehr geringe Restmengen erfassen.
Steht LGD-4033 auf der Dopingliste?
Ja, die Substanz ist auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur geführt. Positive Befunde sind von 2017 bis 2024 mehrfach öffentlich dokumentiert.
Was besagen die FDA-Warnschreiben von 2017?
Die FDA beanstandete am 23. Oktober 2017 gegenüber zwei Unternehmen, LGD-4033 als Nahrungsergänzungsmittel statt als Arzneimittel ausgezeichnet zu haben.
Research Use Only. Das hier geführte Material ist Referenzsubstanz für die wissenschaftliche Laborarbeit und die analytische Vergleichsmessung. Eine Anwendung am Menschen oder am Tier ist ausgeschlossen, ebenso jede Nutzung zur Erkennung, Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten. In Deutschland und der Europäischen Union besteht keine arzneimittelrechtliche Zulassung. Angaben zu Dosis, Applikationsschema oder erwartbarem Nutzen macht diese Seite bewusst nicht. Abgegeben wird ausschließlich an fachlich qualifizierte Einrichtungen und Personen.
Stand: September 2026. Angaben zu Substanzklasse, Kernstruktur, chemischer Bezeichnung, Entwicklern, Entwicklungscodes, Studienkollektiven und Ergebnissen der Phase-1- und Phase-2-Untersuchungen, Halbwertszeit, Zulassungsstatus, FDA-Warnschreiben, WADA-Listung, Dopingfällen und unerwünschten Wirkungen folgen frei zugänglicher Fachliteratur zu LGD-4033. CAS-Nummer, Summenformel, molare Masse, Reinheits- und Lagerangaben stammen aus Herstellerkatalogdaten für Referenzmaterial. Die Verlaufswerte in der Abbautabelle sind rechnerisch aus der berichteten Halbwertszeit abgeleitet und keine Messdaten. Die für Ihre Packungseinheit gültigen Messwerte finden Sie im zugehörigen Analysenzertifikat.