Cortagen kaufen – Tetrapeptid AEDP als Referenzmaterial
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Cortagen kaufen können Sie hier online in Deutschland, Österreich und der übrigen EU als Referenzmaterial für die Laborarbeit. Der Stoff ist ein Tetrapeptid mit der Sequenzkurzschrift AEDP und der CAS-Nummer 335591-03-2; beschrieben wurde er in der russischen Forschung an Kortexpeptiden. Diese Seite ordnet ihn chemisch und historisch ein und beschreibt, was auf der geführten Packung steht.
Sequenz AEDP und der Prolinrest am Kettenende
Die vier Buchstaben stehen für Alanin, Glutaminsäure, Asparaginsäure und Prolin – in dieser Reihenfolge, vom freien Aminoende zum Carboxylende gelesen. Zwei der vier Bausteine tragen eine zusätzliche Säuregruppe in der Seitenkette. Das Molekül ist dadurch im neutralen Bereich mehrfach negativ geladen, und das bestimmt sein Verhalten im Lösungsmittel ebenso wie an der Trennsäule.
Der vierte Baustein ist kein gewöhnlicher Aminosäurerest, sondern ein Ring: Prolin bindet seine Seitenkette zurück an das eigene Stickstoffatom. An dieser Stelle fehlt deshalb der Wasserstoff, den eine normale Peptidbindung für Wasserstoffbrücken anbietet, und die Kette kann sich um diese Bindung herum nicht frei drehen.
Kenndaten aus der Stoffdatenbank
| Kenngröße | Wert |
|---|---|
| Summenformel | C17H26N4O9 |
| Mittlere Molmasse | 430,4 g/mol |
| Exakte Masse | 430,16998 |
| CAS-Nummer | 335591-03-2 |
| PubChem CID | 18439621 |
| Topologische polare Oberfläche | 216 Ų |
| Wasserstoffbrücken-Donoren / -Akzeptoren | 6 / 10 |
| XLogP | −6,5 |
Der XLogP-Wert von −6,5 ist die für die Praxis wichtigste Zahl dieser Aufstellung. Er beschreibt ein ausgeprägt wasserliebendes Molekül. In der Umkehrphasen-Chromatographie zeigt sich das als sehr frühe Elution: Der Peak erscheint nahe der Totzeit, dort, wo auch Salze und die Lösungsmittelfront liegen. Eine Methode, die darauf nicht eingestellt ist, findet den Stoff schlicht nicht.
Ein Baustein Unterschied zu Epithalon
Aus derselben Forschungsrichtung stammt ein zweites Tetrapeptid, dessen Kurzschrift sich nur im letzten Buchstaben unterscheidet: AEDG. An der vierten Position steht dort Glycin. In Bestelllisten und Protokollen ist die Verwechslungsgefahr entsprechend groß.
| Merkmal | AEDP | AEDG |
|---|---|---|
| Vierter Baustein | Prolin | Glycin |
| Summenformel | C17H26N4O9 | C14H22N4O9 |
| Mittlere Molmasse | 430,4 g/mol | 390,35 g/mol |
Die Differenz beträgt rund 40 Dalton und entspricht genau den drei Kohlenstoff- und vier Wasserstoffatomen, um die der Prolinring größer ausfällt als der Glycinrest. Massenspektrometrisch sind die beiden Stoffe damit zweifelsfrei auseinanderzuhalten – auf einem Etikett dagegen nicht.
Prolin, cis-trans-Isomerie und die Peakform
Vor einem Prolin kann die Peptidbindung in zwei räumlichen Anordnungen vorliegen, die ineinander übergehen. Bei den übrigen Aminosäuren überwiegt eine der beiden so deutlich, dass die zweite praktisch keine Rolle spielt; vor Prolin liegen beide in messbarem Anteil nebeneinander vor.
Verläuft der Übergang langsam gegenüber der Verweilzeit auf der Säule, zeigt ein reiner Stoff einen verbreiterten oder aufgespaltenen Peak. Das ist kein Verunreinigungsbefund, sondern eine Eigenschaft des Moleküls. Wer das nicht einkalkuliert, verwirft eine einwandfreie Charge.
Herkunft aus einem Kortexpräparat
Beschrieben wurde das Peptid ursprünglich als aktiver Bestandteil von Cortexin, einem Peptidgemisch aus der Großhirnrinde vom Rind. Die Arbeiten an solchen Gewebepeptiden liefen von 1973 bis 2013 am St. Petersburger Institut für Bioregulation und Gerontologie; dort hat sich für diese Stoffklasse die Bezeichnung Peptid-Bioregulatoren eingebürgert.
Der hier geführte Stoff ist demgegenüber kein Gewebeextrakt, sondern die synthetisch hergestellte Einzelsequenz. Genau dieser Unterschied macht ihn als Referenzmaterial brauchbar: ein definierter Stoff mit einer Summenformel statt eines Gemischs, dessen Zusammensetzung von der Ausgangscharge abhängt.
Was die Arbeit von 2004 untersucht hat
Die am häufigsten zitierte Einzelarbeit zu diesem Tetrapeptid erschien 2004 in den Neuroendocrinology Letters. Sie prüfte mit Microarray-Technik, welche Gene im Herzgewebe der Maus ihre Ablesungshäufigkeit ändern. Als Autoren sind S. V. Anisimov, V. Kh. Khavinson und V. N. Anisimov genannt.
Zwei Punkte sind daran für die Einordnung entscheidend: Es handelt sich um ein Tiermodell, nicht um eine Untersuchung am Menschen, und erhoben wurde Genexpression, nicht ein klinischer Endpunkt. Ein Nutzen lässt sich daraus nicht ableiten, und diese Seite behauptet auch keinen.
Arzneimittelrechtlicher Status in der EU
Für diesen Stoff besteht keine Zulassung nach EU-Arzneimittelrecht. Er ist weder als Arzneimittel noch als Lebensmittelzutat verkehrsfähig und wird ausschließlich als Referenzmaterial für Laborzwecke abgegeben. Dass ein Präparat aus derselben Forschungsrichtung in einem Drittstaat registriert ist, ändert an der Rechtslage in der Europäischen Union nichts.
Was der Umkarton des Artikels ausweist
| Angabe laut Karton | Wert |
|---|---|
| Marke | Endogenic |
| Bezeichnung | Cortagen |
| Mengenangabe | 20 mg |
| Aufdruck 1 | „Finest quality peptides“ |
| Aufdruck 2 | „>99 % purity“ |
| Darreichungsform | auf der abgebildeten Kartonseite nicht angegeben |
Die abgebildete Seite des Umkartons nennt weder eine Chargennummer noch ein Haltbarkeitsdatum. Beides gehört auf das Behältnis im Karton und in das begleitende Chargendokument – bei der Warenannahme ist genau dort nachzusehen und nicht auf der Schauseite.
Der Aufdruck zur Reinheit und was ihn belegen müsste
Die beiden Aufdrucke stammen vom Hersteller; Siegel einer unabhängigen Stelle sind sie nicht. Überprüfbar wird eine Reinheitsangabe erst, wenn dabeisteht, mit welchem Verfahren sie ermittelt wurde, bei welcher Wellenlänge ausgewertet wurde und auf welche Charge sie sich bezieht.
Bei einem Peptid nennt ein Karton zudem nur eine Zahl, wo zwei nötig wären: Neben der chromatographischen Reinheit gehört der tatsächliche Peptidanteil in das Chargendokument. Fehlt dieses Dokument, bleibt der Aufdruck eine Herstellerangabe und sonst nichts.
Aufbewahrung und Chargenzuordnung
Trockene Peptidpräparate werden kühl, dunkel und fest verschlossen aufbewahrt. Entscheidend ist, dass das Behältnis vor dem Öffnen Raumtemperatur annimmt, damit sich auf dem kalten Glas keine Luftfeuchtigkeit niederschlägt. Ein wiederholter Wechsel zwischen kalt und warm belastet die Ware stärker als eine gleichbleibend etwas höhere Temperatur.
Die Chargennummer verbindet das Behältnis mit dem zugehörigen Prüfbericht. Ohne diese Verbindung lässt sich ein Analysenergebnis keinem Material zuordnen; sie gehört deshalb in das Laborprotokoll, bevor das Gefäß zum ersten Mal geöffnet wird.
Zustellung in den EU-Mitgliedstaaten
Geliefert wird aus dem Lagerbestand innerhalb der EU nach Deutschland, Österreich und in die übrigen Mitgliedstaaten. Bei der Annahme genügt eine kurze Sichtprüfung: Umkarton unbeschädigt, Behältnis im Inneren fest verschlossen, Beschriftung lesbar, Chargennummer vorhanden.
Häufige Fragen zu Cortagen
Welche Aminosäuren bilden die Sequenz?
Alanin, Glutaminsäure, Asparaginsäure und Prolin, in dieser Reihenfolge.
Welche CAS-Nummer trägt der Stoff?
335591-03-2, bei der Summenformel C17H26N4O9.
Worin unterscheidet sich AEDP von AEDG?
Im vierten Baustein: Prolin statt Glycin, rund 40 Dalton mehr Masse.
Woraus wurde das Peptid ursprünglich beschrieben?
Aus einem Peptidgemisch der Großhirnrinde vom Rind.
Welche Mengenangabe nennt der Karton?
20 mg; eine Darreichungsform ist auf der Schauseite nicht aufgedruckt.
Besteht eine Zulassung in der EU?
Nein, weder als Arzneimittel noch als Lebensmittelzutat.
Die anderen kurzen Kortexpeptide
Ein Tetrapeptid mit derselben Herkunftsgeschichte ist unter Epithalon beschrieben, ein siebengliedriges unter Selank.
Research Use Only. Das hier geführte Material ist Referenzsubstanz für die wissenschaftliche Laborarbeit und die analytische Vergleichsmessung. Die Anwendung am Menschen oder am Tier ist ausgeschlossen, ebenso jede Verwendung zum Erkennen, Behandeln oder Verhüten von Krankheiten. Eine arzneimittelrechtliche Zulassung besteht in Deutschland und in der Europäischen Union nicht. Angaben zu Dosierung, Applikationsschema oder erwartbarem Nutzen macht diese Seite bewusst nicht. Abgegeben wird ausschließlich an Einrichtungen und Personen mit einschlägiger fachlich qualifizierter Eignung.
Struktur- und Kenndaten nach dem PubChem-Eintrag zur Verbindung; Angaben zum Forschungsumfeld nach der zitierten Arbeit aus den Neuroendocrinology Letters und dem enzyklopädischen Eintrag zum Institutsleiter. Die Packungsangaben stammen vom Karton des geführten Artikels.