S-23 kaufen – SARM aus der Kontrazeptionsforschung
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Wer S-23 kaufen möchte, greift zu dem SARM mit der höchsten Rezeptoraffinität dieser Kategoriegruppe – und zu einer Verbindung, deren ursprüngliche Forschungsfrage nichts mit Muskelaufbau zu tun hatte. Diese Kategorie führt S-23 als Referenzmaterial für Labor- und Analysezwecke, mit Analysezertifikat je Charge.
Auf einen Blick
- Substanz: S-23, ohne etablierten Handelsnamen
- Stoffklasse: nichtsteroidaler selektiver Androgenrezeptor-Modulator
- Bindungsaffinität: 1,7 nM am Androgenrezeptor
- CAS-Nummer: 1010396-29-8
- Summenformel: C18H13ClF4N2O3
- Molmasse: 416,76 g/mol
- Entwickler: GTx, Inc.
- Ursprüngliche Zielsetzung: männliche hormonelle Kontrazeption
- Sportrecht: WADA-Verbotsliste, Klasse S1, anabole Wirkstoffe
- Zweckbestimmung: ausschließlich Labor- und Analysezwecke
Was eine Affinität von 1,7 nM aussagt
Die Bindungsaffinität gibt an, bei welcher Konzentration die Hälfte der verfügbaren Rezeptoren besetzt ist. Je kleiner der Wert, desto stärker die Bindung. Für S-23 werden 1,7 nM berichtet – damit bindet die Verbindung deutlich fester am Androgenrezeptor als ältere Vertreter derselben Klasse wie Andarine.
Eine hohe Affinität ist allerdings keine Aussage über die ausgelöste Wirkstärke. Bindung und Aktivierung sind zwei getrennte Eigenschaften: Ein Molekül kann fest binden und trotzdem nur eine schwache Rezeptorantwort erzeugen. Für Vergleichsreihen innerhalb der SARM-Klasse ist diese Unterscheidung wesentlich, weil sich sonst Affinitätswerte und Wirkprofile vermischen.
Die eigentliche Forschungsfrage: hormonelle Kontrazeption
S-23 wurde von GTx, Inc. als Kandidat für eine männliche hormonelle Verhütung untersucht – ein Forschungsziel, das in der Wahrnehmung der Substanz heute kaum noch auftaucht. In präklinischen Modellen zeigte sich eine dosisabhängige Unterdrückung der Spermatogenese, die nach Absetzen der Substanz spontan zurückging.
Diese Reversibilität war der eigentliche Gegenstand des Interesses. Ein Wirkstoff, der die Spermienbildung vorübergehend hemmt und sie ohne Restschaden wieder freigibt, wäre für die Kontrazeptionsforschung von erheblichem Wert. Die Befunde stammen aus Tiermodellen; belastbare Humandaten liegen nicht vor.
Wie weit die Entwicklung kam
S-23 erreichte in den Vereinigten Staaten den Status eines Investigational New Drug, also die Zulassung zur klinischen Prüfung. Zu einer abgeschlossenen und veröffentlichten klinischen Entwicklung kam es nicht; zugelassen ist die Substanz bis heute nirgends.
Stattdessen tauchte die Substanz ab 2020 als neuartige Designerdroge in der forensischen Literatur auf. Damit verschob sich ihr praktischer Kontext von der pharmazeutischen Entwicklung in die analytische Chemie: S-23 wurde zu einem Stoff, den Labore identifizieren müssen, statt zu einem, den sie prüfen.
Warum Referenzmaterial hier eine eigene Rolle spielt
Eine Verbindung, die in Proben unbekannter Herkunft auftaucht, lässt sich nur zuordnen, wenn eine charakterisierte Vergleichssubstanz vorliegt. Für S-23 ist das besonders relevant, weil die Substanz keine behördlich geprüfte Monografie besitzt, an der sich Identität und Gehalt orientieren ließen.
Das chargenbezogene Analysezertifikat übernimmt diese Funktion. Es verbindet ein konkretes Gebinde mit gemessenen Werten und macht damit den Unterschied zwischen einer belegten und einer behaupteten Identität aus.
Warum die Ziffernbezeichnung ein Problem ist
Substanzen dieser Klasse tragen überwiegend Entwicklungskürzel statt Freinamen: S-4, S-23, LGD-4033, RAD-140. Solche Kürzel sind firmeninterne Zählnummern, keine standardisierten Bezeichnungen, und sie wiederholen sich zwischen Unternehmen. Wer allein nach der Ziffer sucht, findet deshalb nicht zwangsläufig dieselbe Verbindung.
Eindeutig bleibt nur die CAS-Nummer. Für S-23 lautet sie 1010396-29-8. In Bestellungen, Laborjournalen und Publikationen ist sie der einzige Bezug, der eine Verwechslung ausschließt – ein Punkt, der bei Verbindungen ohne Freinamen und ohne Monografie schwerer wiegt als bei etablierten Arzneistoffen.
Einordnung im Sportrecht
Die Welt-Anti-Doping-Agentur führt selektive Androgenrezeptor-Modulatoren in Klasse S1 unter den anabolen Wirkstoffen. S-23 fällt unter diese Untergruppe und ist im Wettkampf wie außerhalb des Wettkampfs verboten. Anders eingeordnet sind Verbindungen ohne Androgenrezeptor-Bindung wie GW-501516 oder SR-9009, die in Klasse S4 stehen.
Was in dieser Kategorie geführt wird
Angeboten wird Endogenic S-23 mit 20 mg pro ml auf 30 ml als Lösung. Für Gehalt und Reinheit einer einzelnen Lieferung gilt das zugehörige Zertifikat, nicht die allgemeine Artikelangabe.
Schreibweisen und Synonyme
Die Verbindung erscheint als S-23, S23 und S 23. Ein eingeführter Handelsname existiert nicht. Nicht damit identisch sind Andarine, Enobosarm und RAD-140; die Ziffernbezeichnung führt zudem gelegentlich zu Verwechslungen mit dem chemisch nicht verwandten S-4.
Lagerung und Dokumentation
Die Lösung gehört kühl, trocken und vor Licht geschützt aufbewahrt, nach dem Öffnen verschlossen in den Kühlschrank. Jeder Charge liegt ein Analysezertifikat zu Identität und Reinheit bei, das vor dem Kauf angefordert werden kann.
Versand und Verfügbarkeit
- Lager in der EU: Versand aus niederländischem oder deutschem Bestand, ohne Zollvorgänge innerhalb der Union.
- Neutraler Versandkarton: keine Angaben zu Inhalt oder Hersteller auf der Außenseite.
- Bearbeitung am selben Tag: gilt für Bestellungen, die werktags bis 16:00 Uhr eingehen.
- Zertifikat auf Anfrage: einsehbar bereits vor der Bestellung.
FAQ zu S-23
Wofür wurde S-23 ursprünglich entwickelt?
Als Kandidat für eine männliche hormonelle Kontrazeption, untersucht von GTx, Inc. Der Muskelaufbau war nicht die ursprüngliche Fragestellung.
Was bedeutet der Wert von 1,7 nM?
Er beschreibt die Bindungsaffinität am Androgenrezeptor. Ein kleinerer Wert steht für eine festere Bindung; S-23 bindet damit stärker als Andarine.
War die Wirkung auf die Spermatogenese reversibel?
In präklinischen Modellen ging die dosisabhängige Unterdrückung nach Absetzen spontan zurück. Belastbare Humandaten liegen dazu nicht vor.
Wie weit kam die klinische Entwicklung?
Bis zum Status eines Investigational New Drug in den Vereinigten Staaten. Eine abgeschlossene, veröffentlichte klinische Prüfung existiert nicht.
Warum taucht S-23 in der forensischen Literatur auf?
Ab 2020 wurde die Substanz als neuartige Designerdroge beschrieben. Ihr praktischer Kontext liegt seither in der analytischen Identifikation.
Ist S-23 als Arzneimittel zugelassen?
Nein, in keinem Land. Die Verbindung blieb im Stadium der Prüfsubstanz.
In welche WADA-Klasse fällt die Substanz?
In Klasse S1, anabole Wirkstoffe, als Teil der SARM-Untergruppe.
Welche Angaben enthält das Analysezertifikat?
Identität und Reinheit der jeweiligen Charge. Es ersetzt die fehlende behördliche Monografie als Bezugsgröße.
Weiterführend
Zum älteren SARM mit geringerer Affinität: Andarine S4. Zu den Verbindungen mit anderem Rezeptorziel: Cardarine GW-501516 und SR-9009.
Research Use Only. Was diese Kategorie führt, ist Referenzmaterial für Labor und Analytik. Eine Anwendung beim Menschen oder beim Tier kommt nicht in Betracht, ebenso wenig ein Einsatz zur Erkennung, Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten. Eine Zulassung nach Arzneimittelrecht fehlt. Weder Dosierungen noch Anwendungsschemata noch erwartbare Wirkungen werden hier genannt. Geliefert wird allein an Einrichtungen und Personen mit passender fachlicher Qualifikation.
Stoffdaten, Affinitätswert, Angaben zur Entwicklung bei GTx, zu den präklinischen Befunden und zur sportrechtlichen Einordnung stützen sich auf frei zugängliche Fachliteratur zu S-23 und auf Veröffentlichungen der Welt-Anti-Doping-Agentur. Für ein einzelnes Gebinde ist das zugehörige Analysezertifikat maßgeblich.