GHK-Cu kaufen – Kupferkomplex des Tripeptids Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin

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Wer GHK-Cu kaufen möchte, arbeitet mit einem Kupferkomplex eines körpereigenen Tripeptids – einer Verbindung also, die nicht am Reißbrett entworfen, sondern 1973 aus menschlichem Plasma isoliert wurde. Diese Kategorie führt GHK-Cu als Referenzmaterial für Labor- und Analysezwecke mit chargenbezogenem Analysezertifikat.

Die Kernangaben

  • Substanz: GHK-Cu, Kupferkomplex des Tripeptids Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin
  • Stoffklasse: Metall-Peptid-Komplex, körpereigenes Tripeptid als Ligand
  • CAS-Nummer Peptid: 49557-75-7
  • CAS-Nummer Kupferkomplex: 89030-95-5
  • Summenformel des Komplexes: C14H22CuN6O4
  • Oxidationsstufe des Kupfers: Cu(II)
  • Erstbeschreibung: Loren Pickart, 1973, aus Plasmaalbumin
  • Kosmetische INCI-Bezeichnung: Copper Tripeptide-1
  • Zweckbestimmung: ausschließlich Labor- und Analysezwecke

Ein körpereigenes Tripeptid, kein Designmolekül

GHK steht für die Aminosäurefolge Glycin, Histidin, Lysin – drei Reste, mehr nicht. Loren Pickart isolierte die Verbindung 1973 aus menschlichem Plasmaalbumin und beschrieb damit ein Molekül, das im Organismus ohnehin vorkommt.

Das unterscheidet GHK-Cu grundlegend von den meisten Verbindungen dieses Segments. Es handelt sich nicht um ein synthetisches Analogon mit modifizierten Positionen, sondern um ein natürliches Peptid, das lediglich mit einem Kupferion komplexiert wurde. Für die Einordnung von Messergebnissen ist das erheblich: Eine endogene Grundkonzentration ist vorhanden und muss in der Versuchsplanung berücksichtigt werden.

Die Altersabhängigkeit der Plasmakonzentration

Zu den meistzitierten Angaben über GHK gehört der Verlauf über die Lebensspanne. Im menschlichen Plasma liegt der Spiegel im Alter von etwa 20 Jahren bei rund 200 ng/ml. Bis zum sechzigsten Lebensjahr fällt er auf etwa 80 ng/ml.

Diese Zahlen sind der Grund, aus dem GHK in der Alternsforschung überhaupt Aufmerksamkeit fand. Sie beschreiben eine Beobachtung, keine Kausalität: Aus einem sinkenden Spiegel folgt nicht, dass dessen Anhebung eine bestimmte Wirkung hätte. Genau diese Trennung zwischen Korrelation und Schlussfolgerung ist in der Literatur zu GHK nicht immer sauber gezogen.

Koordinationschemie: warum gebundenes Kupfer anders ist als freies

Der interessanteste Aspekt der Verbindung liegt in der Art, wie das Kupfer gehalten wird. Das Cu(II)-Ion wird von drei Stickstoffatomen koordiniert: vom Imidazolstickstoff des Histidins, von der Alpha-Aminogruppe des Glycins und von einem deprotonierten Amidstickstoff der Peptidbindung.

Entscheidend ist die Folge dieser Anordnung. Freie Kupferionen sind redoxaktiv und können in wässriger Umgebung reaktive Sauerstoffspezies erzeugen. Im GHK-Komplex ist diese Redoxaktivität stillgelegt. Das Kupfer bleibt gebunden und verhält sich chemisch anders als dasselbe Ion in gelöster Form.

Für ein Experiment heißt das: GHK-Cu ist nicht gleichbedeutend mit einer Kupferquelle. Ein Ansatz, der GHK-Cu gegen ein lösliches Kupfersalz vergleichen will, vergleicht zwei chemisch verschiedene Zustände desselben Elements.

Zwei CAS-Nummern und warum das in der Dokumentation zählt

Das freie Tripeptid und der Kupferkomplex tragen unterschiedliche CAS-Nummern: 49557-75-7 für GHK, 89030-95-5 für GHK-Cu. In Katalogen werden beide Bezeichnungen gelegentlich vermischt, obwohl es sich um verschiedene Stoffe handelt.

Wer Chargen erfasst oder Bestellungen dokumentiert, sollte deshalb nicht allein nach dem Kürzel gehen, sondern die CAS-Nummer führen. Bei einem Komplex entscheidet die Frage, ob das Metall enthalten ist, über Stöchiometrie und Einwaage.

Der kosmetische Kontext

GHK-Cu besitzt eine eigene INCI-Bezeichnung: Copper Tripeptide-1. INCI ist die international standardisierte Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe, und die Aufnahme bedeutet, dass die Verbindung in diesem Rahmen als Rohstoff geführt wird.

Das erklärt, warum GHK-Cu in der Literatur häufiger im dermatologischen und kosmetischen Umfeld auftaucht als in klassisch pharmakologischen Arbeiten. Untersucht wird die Verbindung unter anderem zu Wundheilung, Kollagensynthese, entzündungsbezogenen Endpunkten, Genexpressionsmustern und Haarfollikelbiologie.

Umfang dieses Bereichs

Angeboten wird Endogenic GHK-CU mit 20 mg. Maßgeblich für Gehalt und Reinheit einer konkreten Lieferung ist das zugehörige Analysezertifikat und nicht die allgemeine Artikelangabe. Bei einem Metallkomplex lohnt der Blick auf das Zertifikat besonders, weil neben der Peptididentität auch der Kupfergehalt eine Rolle spielt.

Weitere Namensformen

Die Verbindung erscheint als GHK-Cu, GHK Cu, GHK-Kupfer, Kupfer-Tripeptid-1, Copper Tripeptide-1 sowie ausgeschrieben als Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin-Kupfer. Nicht identisch ist das freie Tripeptid GHK ohne Kupfer, das unter einer eigenen CAS-Nummer geführt wird.

Lagerung und Prüfunterlagen

Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Nach Rekonstitution gekühlt aufbewahren und zeitnah verbrauchen; wiederholte Frier-Tau-Wechsel sind zu vermeiden. Die charakteristische Färbung des Komplexes ist kein Qualitätsmerkmal und ersetzt keine analytische Prüfung. Zu jeder Charge gehört ein Zertifikat zu Identität und Reinheit, das vorab angefordert werden kann.

Lieferung und Bestand

  • Lagerort EU: Auslieferung aus den Niederlanden oder Deutschland, innergemeinschaftlich ohne Zollabwicklung.
  • Umkarton ohne Angaben: Produkt und Hersteller sind von außen nicht ersichtlich.
  • Bearbeitungsfenster: Bestellungen bis 16:00 Uhr an Werktagen werden am selben Tag fertiggemacht.
  • Zertifikat auf Wunsch: bereits vor der Bestellung einsehbar.

FAQ zu GHK-Cu

Wofür steht die Abkürzung GHK?

Für die Aminosäurefolge des Tripeptids: Glycin, Histidin, Lysin. Das angehängte Cu bezeichnet das komplexierte Kupferion.

Kommt GHK natürlich im Körper vor?

Ja. Loren Pickart isolierte die Verbindung 1973 aus menschlichem Plasmaalbumin. Es handelt sich um ein endogenes Tripeptid.

Wie verändert sich der Plasmaspiegel mit dem Alter?

Berichtet werden rund 200 ng/ml im Alter von etwa 20 Jahren und etwa 80 ng/ml mit sechzig. Das ist eine Beobachtung und keine Aussage über Ursache und Wirkung.

Wie wird das Kupfer im Komplex gehalten?

Das Cu(II)-Ion wird von drei Stickstoffatomen koordiniert: Imidazolstickstoff des Histidins, Alpha-Aminogruppe des Glycins und ein deprotonierter Amidstickstoff.

Warum ist gebundenes Kupfer nicht dasselbe wie freies?

Im Komplex ist die Redoxaktivität des Kupfers stillgelegt. Freie Kupferionen können dagegen reaktive Sauerstoffspezies bilden. Chemisch sind das zwei verschiedene Zustände.

Warum gibt es zwei CAS-Nummern?

49557-75-7 bezeichnet das freie Tripeptid, 89030-95-5 den Kupferkomplex. Es sind zwei unterschiedliche Stoffe und sollten in der Dokumentation getrennt geführt werden.

Was bedeutet Copper Tripeptide-1?

Das ist die INCI-Bezeichnung, also der Name in der standardisierten Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe.

Welche Angaben enthält das Analysezertifikat?

Identität und Reinheit der Charge. Bei einem Metallkomplex ist zusätzlich der Kupfergehalt relevant.

Vertiefende Hinweise

Zu weiteren Peptiden mit Bezug zu Geweberegeneration: ARG BPC-157. Zu einem Peptid aus derselben russischen Forschungstradition wie viele Kurzpeptide: Epithalon.

Research Use Only. Das hier geführte Material ist Referenzsubstanz für die wissenschaftliche Laborarbeit und die analytische Vergleichsmessung. Eine Anwendung am Menschen oder am Tier ist ausgeschlossen, ebenso jede Nutzung zur Erkennung, Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten. In Deutschland und der Europäischen Union besteht keine arzneimittelrechtliche Zulassung. Angaben zu Dosis, Applikationsschema oder erwartbarem Nutzen macht diese Seite bewusst nicht. Abgegeben wird ausschließlich an fachlich qualifizierte Einrichtungen und Personen.

Angaben zu Sequenz, CAS-Nummern, Summenformel, Koordinationschemie, Erstbeschreibung, Plasmakonzentrationen und INCI-Bezeichnung folgen frei zugänglicher Fachliteratur zu GHK und seinem Kupferkomplex. Chargenbezogene Werte einschließlich des Kupfergehalts weist das zugehörige Analysezertifikat aus.