IGF-1 LR3 kaufen – rekombinantes Long R3 IGF-I Analogon

Aktive Filter

IGF-1 LR3 (Oxymedin) kaufen online in Deutschland

IGF-1 LR3 (Oxymedin) ist in unserem Shop erhältlich. Niedriger Preis und diskreter Versand. IGF-1 LR3 (Oxymedin) kaufen online ist sicher, schnell und diskret im Online-Shop in Deutschland!

Wer IGF-1 LR3 kaufen möchte, greift zu einem rekombinanten IGF-1-Analogon, das anders als die meisten Substanzen dieses Sortiments einen etablierten, dokumentierten Einsatzbereich im Labor hat: die Zellkultur. Diese Kategorie führt IGF-1 LR3 als Referenz- und Forschungsmaterial mit chargenbezogenem Analysezertifikat.

Auf einen Blick

  • Substanz: Long R3 IGF-I, kurz IGF-1 LR3
  • Stoffklasse: rekombinantes Analogon des insulinähnlichen Wachstumsfaktors 1
  • Länge: 83 Aminosäuren gegenüber 70 beim nativen IGF-1
  • Modifikation 1: Arginin statt Glutaminsäure an Position 3
  • Modifikation 2: N-terminale Verlängerung um 13 Aminosäuren
  • Molmasse: rund 9 kDa
  • Herstellung: rekombinant in Escherichia coli
  • Dokumentierter Einsatz: Zellkultur, serumfreie Medien
  • Zweckbestimmung: ausschließlich Labor- und Analysezwecke

Die zwei Modifikationen und was sie bewirken

Natives humanes IGF-1 besteht aus 70 Aminosäuren. Long R3 IGF-I unterscheidet sich davon an genau zwei Stellen, und beide Änderungen verfolgen dasselbe Ziel.

Die erste betrifft Position 3 der reifen Sequenz: Dort steht Arginin anstelle von Glutaminsäure. Das kehrt an dieser Stelle die Ladung um und stört die Kontaktfläche, über die IGF-1 normalerweise an seine Bindungsproteine andockt.

Die zweite ist eine Verlängerung des N-Terminus um dreizehn Aminosäuren, deren Sequenz vom Methionyl-Wachstumshormon des Schweins abgeleitet ist. Aus 70 Resten werden damit 83. Auch diese Verlängerung wirkt der Bindungsproteinbindung entgegen. Das R im Namen steht für die Arginin-Substitution, das Long für die Verlängerung.

Warum die Bindungsproteine der eigentliche Punkt sind

Natives IGF-1 zirkuliert im Blut nicht frei, sondern nahezu vollständig an eine Familie von Bindungsproteinen gekoppelt, die IGFBPs. Diese Proteine bestimmen, wie viel Wachstumsfaktor überhaupt an den Rezeptor gelangt, und fungieren damit als Puffer und Regelgröße zugleich.

Für ein Zellkulturexperiment ist das ein Problem. Zellen sezernieren selbst IGFBPs ins Medium; zugesetztes natives IGF-1 wird dort teilweise abgefangen, und die tatsächlich wirksame Konzentration weicht von der eingewogenen ab. Reproduzierbarkeit leidet.

Genau hier setzt LR3 an. Durch die beiden Modifikationen bindet es erheblich schwächer an die IGFBPs als der Wildtyp. Die Folge sind eine verlängerte Halbwertszeit und eine gesteigerte biologische Wirksamkeit – nicht weil das Molekül am Rezeptor stärker wirkt, sondern weil mehr davon dort ankommt. Diese Unterscheidung ist für die Interpretation von Messwerten wesentlich.

Der Rezeptor und die nachgeschaltete Signalkaskade

LR3 bindet wie natives IGF-1 an den IGF-1-Rezeptor, eine Rezeptortyrosinkinase mit Verwandtschaft zum Insulinrezeptor. Nach Bindung autophosphoryliert der Rezeptor und aktiviert zwei Hauptwege: die PI3K-Akt-Achse, die überwiegend mit Überleben und Stoffwechsel der Zelle verknüpft ist, und den MAPK-Weg, der in Richtung Proliferation zeigt.

Welcher der beiden Arme in einem konkreten Modell dominiert, hängt vom Zelltyp und den Kulturbedingungen ab und ist regelmäßig selbst der Untersuchungsgegenstand.

Zellkultur: der dokumentierte Einsatzbereich

Long R3 IGF-I wird von etablierten Reagenzienherstellern ausdrücklich für Zellkulturanwendungen angeboten. Der Hintergrund ist praktisch: In serumfreien und serumreduzierten Medien fehlt der Wachstumsfaktorbeitrag des Serums, und LR3 kann diese Lücke schließen, ohne von den im Medium vorhandenen Bindungsproteinen neutralisiert zu werden.

Die Bioaktivität wird typischerweise über einen serumfreien Proliferationsassay bestimmt, etwa an MCF-7-Zellen. In der industriellen Zellkultur, unter anderem bei CHO-Linien, wird die Substanz als Medienzusatz eingesetzt. Damit besitzt LR3 einen realen, nachvollziehbaren Laborkontext, den viele andere Verbindungen dieses Segments nicht vorweisen können.

Was in dieser Kategorie geführt wird

ArtikelFormHinweis
Endogenic IGF-1 10 × 100 mcg Lyophilisat, Mehrfachgebinde Gehalt gemäß beiliegendem Zertifikat
Swisschem IGF-LR3 siehe Artikelangabe Werte laut Chargenprüfung

Ein Mehrfachgebinde mit zehn Einheiten ist für Verdünnungsreihen und wiederholte Ansätze sinnvoller als eine Einzeleinheit, weil es Frier-Tau-Wechsel des Gesamtbestands vermeidet.

Schreibweisen und Synonyme

Die Verbindung erscheint als IGF-1 LR3, IGF1 LR3, LR3 IGF-I, Long R3 IGF-I sowie in der ausgeschriebenen Form Long Arg3 insulin-like growth factor 1. Nicht identisch sind natives IGF-1 und Mecasermin, das rekombinante unmodifizierte humane IGF-1. Der in manchen Katalogen auftauchende Handelsname Oxymedin bezeichnet ein Fertigpräparat und nicht den Stoff selbst.

Lagerung, Rekonstitution und Dokumentation

Das Lyophilisat wird kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert. Nach Rekonstitution gehört die Lösung gekühlt und wird zeitnah verbraucht; Frier-Tau-Wechsel sind zu vermeiden, weil Proteine dieser Größe dabei aggregieren können. Zu jeder Charge gehört ein Analysezertifikat zu Identität und Reinheit, das vor der Bestellung angefordert werden kann.

Versand und Verfügbarkeit

  • Bestand in der EU: Versand aus den Niederlanden oder Deutschland, ohne Zollvorgänge im Binnenmarkt.
  • Zwei Bezugsquellen: Endogenic und Swisschem nebeneinander, was Chargenvergleiche erleichtert.
  • Verpackung ohne Aufdruck: Inhalt und Hersteller bleiben von außen unerkennbar.
  • Auftragsannahme: was werktags vor 16:00 Uhr eingeht, wird am selben Tag versandfertig gemacht.

FAQ zu IGF-1 LR3

Wofür stehen Long und R3 im Namen?

Long bezeichnet die N-terminale Verlängerung um dreizehn Aminosäuren, R3 die Substitution von Glutaminsäure durch Arginin an Position 3.

Wie viele Aminosäuren hat LR3?

83 Aminosäuren. Natives humanes IGF-1 hat 70; die dreizehn zusätzlichen stammen aus der N-terminalen Verlängerung.

Warum bindet LR3 schwächer an die IGFBPs?

Beide Modifikationen stören die Kontaktfläche zu den Bindungsproteinen. Dadurch wird weniger Molekül abgefangen und mehr erreicht den Rezeptor.

Ist LR3 am Rezeptor stärker als natives IGF-1?

Die gesteigerte Wirksamkeit beruht überwiegend auf der geringeren Bindungsproteinbindung und nicht auf einer höheren Aktivität am Rezeptor selbst. Für die Auswertung ist diese Unterscheidung wichtig.

Woraus wird LR3 hergestellt?

Rekombinant aus Escherichia coli. Die dreizehn zusätzlichen Reste sind vom Methionyl-Wachstumshormon des Schweins abgeleitet.

Welche Signalwege werden nachgeschaltet aktiviert?

Nach Autophosphorylierung des IGF-1-Rezeptors vor allem die PI3K-Akt-Achse und der MAPK-Weg.

Wofür wird LR3 in der Zellkultur verwendet?

Als Zusatz in serumfreien und serumreduzierten Medien, wo der Wachstumsfaktorbeitrag des Serums fehlt. Die Bioaktivität wird über Proliferationsassays bestimmt.

Was steht im Analysezertifikat?

Identität und Reinheit der jeweiligen Charge. Für eine konkrete Lieferung ist dieses Dokument maßgeblich und nicht die allgemeine Katalogangabe.

Weiterführend

Zu den Peptiden, die IGF-1 als nachgelagerten Marker adressieren: CJC-1295 NO DAC und CJC-1295 DAC. Zu einem weiteren Wachstumsfaktor-Derivat: PEG-MGF.

Research Use Only. Das hier geführte Material ist Referenzsubstanz für die wissenschaftliche Laborarbeit und die analytische Vergleichsmessung. Eine Anwendung am Menschen oder am Tier ist ausgeschlossen, ebenso jede Nutzung zur Erkennung, Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten. In Deutschland und der Europäischen Union besteht keine arzneimittelrechtliche Zulassung. Angaben zu Dosis, Applikationsschema oder erwartbarem Nutzen macht diese Seite bewusst nicht. Abgegeben wird ausschließlich an fachlich qualifizierte Einrichtungen und Personen.

Angaben zu Sequenzlänge, den beiden Modifikationen, der Bindungsproteinaffinität, der Molmasse, dem Expressionssystem und dem Zellkulturkontext folgen den Produktdokumentationen etablierter Reagenzienhersteller für Long R3 IGF-I sowie frei zugänglicher Fachliteratur zur IGF-Achse. Welche Werte für eine einzelne Packung gelten, steht im mitgelieferten Zertifikat.