YK-11 (Myostine) kaufen – steroidaler SARM im Faktencheck
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YK-11 kaufen – was hinter dem Kürzel steckt
Wer YK-11 kaufen möchte, sollte zuerst eine Sache wissen, die in kaum einem Shoptext auftaucht: YK-11 wird zwar als SARM gehandelt, chemisch ist es aber ein Steroid. Der Katalogname lautet (20E)-17α,20-[(1-Methoxyethyliden)bis(oxy)]-3-oxo-19-norpregna-4,20-dien-21-carbonsäure-Methylester, CAS-Nummer 1370003-76-1. Das unterscheidet die Verbindung grundlegend von Ostarine, Ligandrol oder RAD-140.
Diese Seite ordnet ein, was zu Myostatin, Follistatin und der tatsächlichen Studienlage belegt ist – und was nur behauptet wird. Die Messwerte zur gelieferten Charge stehen im Analysenzertifikat.
Auf einen Blick
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Bezeichnung | YK-11, YK11, Handelsname Myostine |
| Strukturtyp | Steroidal, 19-Norpregnan-Gerüst |
| CAS-Nummer | 1370003-76-1 |
| Summenformel | C25H34O6 |
| Molare Masse | 430,5 g/mol |
| Rezeptorverhalten | Genselektiver Partialagonist am Androgenrezeptor |
| Katalogreinheit | ≥ 95 Prozent, Diastereomerengemisch |
| Datenlage beim Menschen | Keine veröffentlichte klinische Studie |
| Arzneimittelrechtliche Zulassung | Keine |
Steroid oder SARM? Die Antwort steht in der Strukturformel
Die Abkürzung SARM meint einen selektiven Androgenrezeptor-Modulator. Der Begriff sagt etwas über das Verhalten am Rezeptor aus, nichts über den Molekülbau. Genau hier liegt die Besonderheit: Während Ostarine, Ligandrol und RAD-140 nichtsteroidale Moleküle sind, trägt YK-11 ein vollständiges Steroidgerüst. Fachlich korrekt heißt es deshalb steroidaler SARM.
Am Rezeptor wirkt die Verbindung als genselektiver Partialagonist. Sie löst die sogenannte N/C-Interaktion nicht aus – jenen Kontakt zwischen zwei Rezeptorabschnitten, den ein vollständiger Androgeneffekt voraussetzt. Diese unvollständige Aktivierung ist der eigentliche Grund, warum die Substanz überhaupt gesondert untersucht wurde.
Die Studie hinter dem Myostatin-Versprechen
Fast jede Werbeaussage zu YK-11 geht auf eine einzige Arbeit zurück: Kanno und Kollegen, Biological and Pharmaceutical Bulletin 2013, Band 36, Heft 9, Seiten 1460 bis 1465. Untersucht wurden C2C12-Zellen, eine Myoblastenlinie der Maus, mit YK-11 in Konzentrationen von 1 bis 500 nM gegen Dihydrotestosteron als Vergleich.
| YK-11, 500 nM |
|
ja | ||
| DHT, 500 nM |
|
nein | ||
| YK-11 plus Anti-Fst |
|
aufgehoben |
Das Ergebnis in einem Satz: YK-11 regte in diesen Zellen die Bildung von Follistatin an, Dihydrotestosteron tat das nicht – und als die Forschenden Follistatin mit einem Antikörper blockierten, verschwand der beobachtete Differenzierungseffekt wieder. Follistatin ist ein körpereigener Gegenspieler von Myostatin, jenem Protein, das Muskelwachstum bremst. Daraus wurde in der Vermarktung ein „Myostatin-Hemmer“. Präzise ist das nicht: Gezeigt wurde eine indirekte Wirkung über Follistatin, in Mauszellen, in der Kulturschale.
Wo YK-11 im Vergleich zu RAD-140 und Ostarine steht
Der häufigste Vergleich in Suchanfragen lautet YK-11 gegen RAD-140. Sinnvoll beantworten lässt er sich nicht über Wirkversprechen, sondern über die Frage, wie weit die jeweilige Verbindung in der Forschung gekommen ist.
| Ostarine (MK-2866) |
|
Phase 3 | ||
| RAD-140 (Vosilasarm) |
|
Phase 1/2 | ||
| Ligandrol (LGD-4033) |
|
Phase 2 | ||
| YK-11 (Myostine) |
|
Zellversuch |
Der Abstand ist deutlich. Zu Enobosarm liegen abgeschlossene Phase-3-Daten vor, zu Vosilasarm eine laufende Phase-1/2-Prüfung, zu Ligandrol Phase-2-Ergebnisse. YK-11 hat diese Stufen nie erreicht: Veröffentlicht sind Zellversuche und tierexperimentelle Arbeiten, etwa zum sepsisbedingten Muskelabbau. Eine klinische Studie am Menschen existiert nicht.
Was zur Pharmakokinetik beim Menschen bekannt ist
Kurz gesagt: nichts Belastbares. Zu Halbwertszeit, oraler Bioverfügbarkeit und Ausscheidung gibt es keine publizierten Humandaten, weil die dafür nötigen Studien nie stattgefunden haben. Zahlen, die im Netz kursieren, stammen aus Forendiskussionen und nicht aus Messungen. Diese Seite gibt deshalb keine an – eine erfundene Halbwertszeit wäre schlechter als eine ehrliche Lücke.
Reinheit und das Thema Diastereomerengemisch
Ein Detail, das bei anderen Verbindungen dieser Kategorie keine Rolle spielt: YK-11 wird in Chemikalienkatalogen als Gemisch von Diastereomeren geführt, mit einer Reinheitsangabe von mindestens 95 Prozent. Diastereomere sind räumlich unterschiedliche Varianten desselben Moleküls, die sich in ihren Eigenschaften unterscheiden können. Für die Laborarbeit heißt das: Die Angabe im Zertifikat beschreibt ein Gemisch, nicht eine einzelne Struktur. Wer analytisch vergleicht, sollte das in der Auswertung berücksichtigen.
Das Format in dieser Kategorie
| Listing | Deklarierter Gehalt | Darreichung |
|---|---|---|
| Endogenic YK-11 Mundtropfen | 10 mg pro ml, Flasche mit 30 ml | Flüssigformulierung mit Pipette |
Die Kategorie führt derzeit ein einziges Listing, und zwar als Flüssigformulierung. Das hat einen sachlichen Grund: Die Substanz löst sich in Wasser praktisch nicht, in organischen Lösungsmitteln nur im Bereich weniger Milligramm pro Milliliter. Eine Flüssigzubereitung ist damit der praktikablere Weg, kleine Teilmengen reproduzierbar zu entnehmen.
Namensvarianten und Schreibweisen
- YK-11, YK11, YK 11 – dieselbe Verbindung, drei Schreibweisen
- Myostine – Handelsname ohne regulatorischen Status, von Behörden aber ausdrücklich so benannt
- Myostatin – kein Name der Substanz, sondern das Protein, um das die Diskussion kreist
- Ein internationaler Freiname existiert nicht, weil nie eine Zulassung beantragt wurde
Lagerung und Handhabung
Auch hier gilt, was für die gesamte Warengruppe gilt: gekühlt werden muss nichts. Die Tropfen bleiben bei Zimmertemperatur im dicht verschlossenen Fläschchen, trocken und vor Licht geschützt. Ein Kühlfach bringt keinen Vorteil, sondern Kondenswasser am kalten Glas, sobald die Flasche herauskommt. Bei Flüssigformulierungen ist vor allem die dichte Kappe entscheidend, damit Lösungsmittel nicht verdunstet und die Konzentration sich verschiebt.
| Was gelagert wird | Bedingung |
|---|---|
| Handelsformat: Mundtropfen | Raumtemperatur, dicht verschlossen, dunkel |
| Reiner kristalliner Analysenstandard | Katalogangabe der Anbieter: minus 20 °C |
Die Tiefkühlangabe bezieht sich auf den isolierten Feststoff aus dem Chemikalienkatalog und nicht auf eine fertig angesetzte Lösung. Wer beides verwechselt, lagert falsch.
Analysenzertifikat und Versand
Jede Charge kommt mit einem Prüfbericht, auffindbar über die Chargennummer auf dem Etikett. Gerade bei YK-11 lohnt der Blick hinein, weil die Substanz in Fertigpräparaten immer wieder undeklariert aufgetaucht ist und Behörden mehrfach entsprechende Produkte vom Markt genommen haben. Versandt wird nach Deutschland und in die weiteren Mitgliedstaaten der Europäischen Union.
Häufige Fragen zu YK-11 und Myostine
Ist YK-11 ein SARM oder ein Steroid?
Beides trifft zu, je nach Blickwinkel. Am Rezeptor verhält es sich wie ein selektiver Modulator, im Molekülbau ist es ein Steroid. Die gebräuchliche Einordnung lautet steroidaler SARM.
Hemmt YK-11 wirklich Myostatin?
Nicht direkt. In Mausmyoblasten wurde die Bildung von Follistatin angeregt, und Follistatin wirkt Myostatin entgegen. Das ist ein indirekter Mechanismus, gezeigt in der Zellkultur, nicht am Menschen.
Gibt es klinische Studien?
Nein. Veröffentlicht sind Zellversuche und Tierexperimente. Eine klinische Prüfung am Menschen hat es nie gegeben.
Wie lang ist die Halbwertszeit?
Unbekannt. Humanpharmakokinetische Daten wurden nie erhoben, weshalb hier bewusst keine Zahl steht.
Was sagen Behörden dazu?
Health Canada nennt Myostine in einer Warnung vom 22. März 2023 gemeinsam mit Ostarine, Ligandrol und Testolone und weist auf Risiken wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Leberschaden hin; die Langzeitfolgen seien unbekannt. Im Antidoping-Standard steht YK-11 unter S1.2 und ist jederzeit verboten.
Gibt es eine injizierbare Form?
Im Handel kursieren solche Zubereitungen, hier wird ausschließlich eine orale Flüssigformulierung als Laborreferenz geführt. Eine sterile, arzneibuchkonforme Injektionsform dieser Substanz existiert nicht.
Warum nennt diese Seite keine Dosierung?
Weil es keine belastbare Grundlage dafür gibt. Die einzige belastbare Konzentrationsangabe stammt aus einer Zellkulturschale und lässt sich auf nichts anderes übertragen.
Warum fehlen Erfahrungsberichte und Vorher-Nachher-Bilder?
Weil sie bei einer Substanz ohne Humanstudien keinerlei Aussagekraft hätten. An ihre Stelle treten CAS-Nummer, Summenformel, Quellenangabe und das Chargenzertifikat.
Direkt vergleichbar: RAD-140 (Testolone), Ligandrol (LGD-4033) und Ostarine (MK-2866) – drei nichtsteroidale Vertreter mit deutlich breiterer Datenbasis.
Research Use Only. Das hier geführte Material ist Referenzsubstanz für die wissenschaftliche Laborarbeit und die analytische Vergleichsmessung. Eine Anwendung am Menschen oder am Tier ist ausgeschlossen, ebenso jede Nutzung zur Erkennung, Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten. In Deutschland und der Europäischen Union besteht keine arzneimittelrechtliche Zulassung. Angaben zu Dosis, Applikationsschema oder erwartbarem Nutzen macht diese Seite bewusst nicht. Abgegeben wird ausschließlich an fachlich qualifizierte Einrichtungen und Personen.
Stand: September 2026. Angaben zu chemischem Namen, CAS-Nummer, Summenformel, molarer Masse, Reinheit und Diastereomerengemisch, Löslichkeit und Lagertemperatur des Analysenstandards stammen aus Chemikalienkatalogen. Strukturtyp, Rezeptorverhalten, fehlende N/C-Interaktion sowie Studiendesign und Ergebnis der Zellkulturarbeit von Kanno und Kollegen folgen der zitierten Veröffentlichung und frei zugänglicher Fachliteratur zu YK-11. Die Warnung zu Myostine stammt von Health Canada, die Listung aus dem Antidoping-Standard. Die Balken bilden erreichte Forschungsstufen beziehungsweise Versuchsergebnisse ab. Welche Messwerte für Ihre Packung gelten, steht im mitgelieferten Zertifikat.